Ergebnisse
Ziel
Einvernehmen darüber, dass bei dem angespannten Wasserhaushalt in Brandenburg ein regionaler Wasserkreislauf zu fördern und das vorhandene Wasser möglichst in der Region zu halten ist
Expertenaussagen
- Grundwasser in der Region hat sich in den letzten 20 Jahren um ca. 3-4 Meter gesenkt.
- Erfahrungen aus der Gestaltung der ehemaligen Rieselfelder an anderen Standorten (z.B. Hobrechtsfelde) sind nur sehr eingeschränkt wieder verwendbar, da die Bodenbeschaffenheiten, Pufferkapazität und Bindefähigkeit sehr essentiell und spezifisch unterschiedlich sind
- Wissenschaftliche Begleitung für so ein Vorhaben mit erheblichen Aufwand unbedingt notwendig
- Bei der Einleitung und Einbringung von Wasser in das Grundwasser haben sich alle Maßnahmen den Kriterien der Grundwasserverordung unterzuordnen
- Gebiete, in denen Wasserfassung von Wasserwerken stattfindet, unterliegen den Vorgaben der Trinkwasserverordnung
- Wegen des Wasserwerkes in Potsdam-Rehbrücke ist eine Versickerung von auch noch so sauberem Ab- und Klarwasser im größeren Umfang daher auf den Rieselfeldern des TeltowParks nicht möglich
- Etwaige Mobilität der jetzt in den Rieselfeldern gelagerten Schadstoffe ist nicht einschätzbar
Ergebnis - Handlungsmöglichkeiten
- Gestaltung einzelner von der Lage und Bodenbeschaffenheit geeigneter Flächen als „Museum“ mit Regenwasserzufuhr und den vorhandenen technischen Denkmalen erlebbar machen (kurz- und mittelfristig)
- Gestaltung einzelner von der Lage und Bodenbeschaffenheit geeigneter Flächen als Miniaturrieselsystem/biologisches Muster mit möglicher Einleitung von Regenwasser aus einem Wohngebiet als Demonstration der Funktion (kurz- und mittelfristig)
- Gestaltung und Bewirtschaftung einzelner Flächen für Bäume (als nachwachsende Energierohstoffe) mit bedarfsausgleichenderWasserzufuhr (lurz- und mittelfristig)
- „Verplomben“ von Gräben, um das Regenwasser zu halten, Graben stauen (kurz- und mittelfristig)
- Bau einer „Schau“-Biokläranlage (kurz- und mittelfristig)
- Historische Flächen der Rieseltafeln erhalten und dem Naturschutz zu widmen (kurz- und mittelfristig)
- Kulturlandschaft Rieselfelder dokumentieren und erlebbar machen (kurz- und mittelfristig)
- Bewirtschaftung in Einklang zu bringen (kurz- und mittelfristig)
- In 10 Jahren: Wasserhaltungssystem,
- 20 Jahren: Flächen als Ökosystem
Zuständigkeiten
- Wasser- und Bodenverband (für Grabensystem)
- Berliner Stadtgutliegenschaft-Management
Rechtliche Rahmenbedingungen
- Brandenburgische Verwaltungsvorschrift zur Grundwasserverordnung
- Politisches Umdenken langfristig nicht unmöglich
Finanzierungsmöglichkeiten
- Naturschutzfonds
- Versiegelungsabgabe des Flughafen BBI
- Ausgleichsmaßnahmen
Weitere Termine
- Dialogforum 22. November 2007
Nächster Schritt
- Folge-Workshop im Januar 2008: Zusammenführung weiterer Ergebnisse aus den zwischenzeitlichen Aktivitäten (Kongresse, Arbeitstreffen etc.)
TeltowPark,
7.11.2007